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Kostenlose Wachsuntersuchungen auf Rückstände von Varroaziden und Pestiziden

Der Landesverband Hessischer Imker teilt mit, dass noch ein großes Kontingent für eine kostenlose Rückstandsanalyse im Wachs zur Verfügung steht. Hierfür sollte möglichst 100 g sauberes Bienenwachs (aus einem gegossenen Wachsblock) im Kunststoffbeutel abgegeben werden. Den Analysenauftrag findet man auf der Homepage des Landesverbands, die Adresse des Bieneninstitutes, wo die Proben untersucht werden, ist dort angegeben. Ende Oktober/Anfang November 2020 finden Imkerberater-Fortbildungen statt. Bernd und ich können auch die Proben mit nach Kirchhain nehmen. Wer Interesse hat kann sich also bis spätestens 20.10.2020 bei uns melden, damit wir die Proben sammeln und abgeben.

Da zur Zeit keine Praxistage stattfinden werden, möchte ich Euch auf diese Art und Weise an den von mir ausgeführten Arbeiten an meinen Bienenvölker teilnehmen lassen:

Heute, 30.09.2020, möchte ich Euch nun endlich meine Einschätzung zu der diesjährigen Milbenbehandlung mitteilen: nach zwei Behandlungen mit Ameisensäure sind kaum Milben gefallen, also habe ich dies abgebrochen, um meine Bienen nicht unnötig in Stress zu versetzen. Mitte September habe ich Windeln eingelegt um den natürlichen Milbenabfall zu kontrollieren. Insgesamt habe ich kaum Milben gefunden, bei 3 Völkern war ich der Meinung, dass ich mit Ameisensäure nochmals testen sollte – hier sind ca. 100 Milben gefallen. Die Völker sind stark – sie konnten die Wespen in Schach halten. Ausgeräumte Puppen und verkrüppelte Bienen (kurzleibig) habe ich nicht gefunden. Eine Oxalsäurebehandlung werde ich im Winter bei Brutfreiheit vermutlich trotzdem durchführen. Wenn jemand aussergewöhnlich hohen Milbenbefall festgestellt hat, wäre ich für eine kurze Rückmeldung dankbar.

In der Zeit vom 10. – 14.07.2020 habe ich den Sommerhonig geerntet. Die Ernte war dieses Jahr zufriedenstellend von der Menge und dem Wassergehalt. Die Völker haben noch genügend Vorräte, sodass ich heute – 20.07.2020 – mit der Milbenbehandlung beginnen konnte. Wichtig ist, dass man nicht zu spät schleudert. Die Brut nimmt jetzt langsam ab und die Milben nehmen zu.

Einige von Euch beobachten eventuell die Auswertungen der Stockwaage. In der Zeit vom Schleudern bis heute (14.06.2020) gab es bei uns so gut wie keine Tracht. Die Völker leben von den Vorräten. Sollten diese nicht ausreichen, kann man eigenen Honig füttern, damit die Bienen nicht zu stark aus der Brut gehen und für die kommende Sommertracht (bei uns hoffe ich auf Brombeere, Linde und Weißklee) gerüstet sind. Am Freitag, 19.06.2020, findet durch den Landesverband eine Fortbildung der Imkerberater statt. Ich hoffe, dass Bernd und ich Euch unter Einhaltung der Corona Regeln das Thema „Varroadiagnose und angepasste Behandlungskonzepte“ an einem Praxistag weitergeben können.

Bei Fragen stehe ich gerne unter der Telefon-Nummer 06044/2335 zur Verfügung.

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